Notizen

Dalsland: Tiefe Wälder und unendlich viele Seen und Flüsse bestimmen das Bild der seenreichsten Provinz Schwedens, die sich zwischen Bohuslän, Norwegen und dem Vänernsee erstreckt. Dalsland wird aufgrund seiner unberührten, stillen Natur und einer traditionsreichen Forst- und Bauernkultur auch als „Schweden en miniature“ bezeichnet. Bei Kanuten genießt Dalsland den Ruf, eines der besten Kanureviere Europas zu sein. Der Allgemeinheit bekannt wurde Dalsland als Drehort für die Außenaufnahmen der Verfilmung von Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“.

Inseln entlang der Bohus-Küste

Es gibt viele interessante, malerische Inseln längs der Bohus-Küste. Auf vielen dieser Inseln erwartet Sie ein enormes Angebot an Schalentier-Restaurants, Badeplätzen und eine einzigartige Flora und Fauna.

Jede Insel hat ihren speziellen Charakter. Nachfolgend finden Sie eine kleine Auswahl der interessanten Inseln, die einen Besuch wert sind. In der Hauptsaison, im Juli und Anfang August, gibt es teilweise Direktverbindungen zwischen den Inseln, aber der regelmäßige Verkehr geht vom Festland oder über die größeren Inseln, die Brückenverbindungen haben, aus.

Kosteröarna
Die Inseln Kosteröarna, die aus Nord- und Sydkoster bestehen, sind Schwedens westlichste bewohnte Inseln und größtenteils ein Naturreservat. Da diese Inseln überwiegend autofrei sind, werden viele Radler und Wanderer angelockt. Sydkoster ist eine perfekte Insel zum Radfahren und an sämtlichen Bootsstegen auf der Insel gibt es Fahrradverleihe. Die beste Art, sich auf Nordkoster fortzubewegen, ist es, dies zu Fuß zu tun, da das Wegenetz überwiegend aus Pfaden besteht. Die Natur beider Inseln ist mit herrlichen Badestränden, Heideland, kleinen Wäldern, Orchideen und großen Blocksteinfeldern, mit deutlichen Spuren aus der Eiszeit, sehr abwechslungsreich.
 
Es gibt verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten, beispielsweise Ekenäs Skärgårds Hotell, das sowohl erstklassige Übernachtungsmöglichkeiten als auch Speisen anbietet. Aber es gibt auch Feriendörfer, Pensionen und Campingplätze. Frische Schalentiere gehören zur Küste und an vielen Plätzen auf Koster kann man diese direkt bei den Fischern kaufen. Einen Fischladen mit Räucherei finden Sie z.B. bei Ekenäs auf Sydkoster und an der Västra Bryggan auf Nordkoster liegt beispielsweise Feskeboa.

Sydkoster ist mit ca. 8 qkm die größere der Inseln. Es gibt dort große Badestrände wie Rörvik in Ekenäs und den kilometerlangen Sandstrand bei Kilesand. Die Wälder sind etwas größer und es gibt mehr Pfade und Wege. Valfjäll, gegenüber der kleinen Holzkirche, ist ein herrlich friedvoller Aussichtsplatz, mit Blick über den Koster-Archipel und Ursholmen.

Bei Ekenäs wächst die seltene Bohus-Linde und dort findet der Botanikliebhaber auch viele verschiedene Orchideen. Nordkoster ist lediglich ca. 4 qkm groß. Dort erhebt sich der Leuchtturm Koster, der nun, nach 110 Jahren, wieder in Betrieb ist. Vom Leuchtturm aus, der wirklich einen Besuch wert ist, hat man einen phantastischen Blick.

Die Koster-Boote gehen ab Norra Hamnen in Strömstad, gleich neben dem Marktplatz und der Touristeninformation. Erkundigen Sie sich, ob das Boot, das Sie nehmen wollen, auch den Steg, den Sie aufsuchen möchten, anfährt. Auf Nordkoster gibt es zwei Anlegeplätze, Vettnet an der Ostseite und Västra Bryggan in Kostersund. Syskoster hat drei Anlegeplätze, Långagärde in Kostersund, Ekenäs und Kilesand auf der Ostseite. Fahrkarten löst man an Bord. Auf den Koster-Booten wird eine Gebühr für Fahrräder erhoben. Auf Syskoster gibt es an allen Stegen Fahrradvermietungen. Auf Nordkoster braucht man kein Fahrrad. Zwischen Nord- und Sydkoster verkehrt eine Seilfähre.

www.stromstadtourist.se
www.kosteroarna.com 
 
 

Käringön
Auf Käringön erlebt man eine typische Fischerortschaft und lebendige Schärenatmosphäre. 
Geht man vom Steg im Hafen hinauf zur Lotsenaussicht, kommt man an den roten Fischerbuden, kleinen Schuppen und Gärtchen, die noch so aussehen, wie im 19. Jahrhundert, vorbei. Auf Käringön liegen auch das renommierte Restaurant Peterson’s Krog sowie die einzigartige Austernbar. Dort kann man, gleich am Ufer, frische Austern und Champagner genießen. Die Austernbar bietet ein Bad in einer holzbeheizten Wanne mit Meerwasser, die Präsentation der Austernzucht sowie Austernproben an.
 
Die Geschichte Käringöns führt weit zurück. Bereits im 16. Jahrhundert kamen die ersten Fischer auf die Insel. Während der großen Heringsepoche im 18. und 19. Jahrhundert fing man außerdem Dorsch und Lengfisch. Sämtliche Fischarten wurde von den Fischern auf der Insel gesalzen und getrocknet. Als im 19. Jahrhundert der Heringsfang zurückging, verließen viele Familien die Insel und die, die zurückblieben, sind die Vorfahren der heutigen Fischerbevölkerung. Schon im 19. Jahrhundert kamen Badegäste auf die Insel. Heute gibt es auf der Käringön u.a. eine Räucherei und das einfache, gemütliche Hotel Handelshuset mit 12 Doppelzimmern und 1 Einzelzimmer. Alle sind verschieden und einfach, aber geschmackvoll eingerichtet und mit eigenem Badezimmer, Dusche und Toilette ausgestattet. Die Insel Käringö ist mit einer Fähre von Hällevikstrand auf der Insel Orust verbunden. Direkt bei der Einfahrt nach Hälleviksstrand gibt es einen Parkplatz und von dort sind es ca. 500 m bis zum Steg.
www.bastkusten.se
www.karingo.com

Gullholmen & Härmanö
Weit im Westen in den bohusländischen Schären, liegt Gullholmen, eines der ältesten und schönsten Fischerdörfer der Westküste. Die für Bohuslän typischen Holzhäuser liegen hier dichter als in allen anderen Fischerdörfern. Eine Fußgängerbrücke verbindet Gullholmen mit der Härmanö, wo sich eines der größten Naturreservate Bohusläns befindet. Dort wachsen seltene Pflanzen wie der große Königsfarn, Strandflieder und der einfache Igelkolben. Auf Härmanö ist die Natur geprägt von dem rissigen und gebrochenen Gneisfelsboden und man kann längs ”Höllengängen” aus schwarzem Diabas wandern.

Einen Besuch wert ist das älteste Haus Gullholmens – die Stenstuga – in dem heute ein Museum untergebracht ist sowie das Skepparhuset, noch im Originalzustand von 1893. Im Skepparhuset gibt es Räume mit Inventar, das noch im ursprünglichen Zustand ist. Das Haus und die dazugehörigen Seeschuppen sind zum Seefahrts- und Fischermuseum geworden. Auf Gullholmen werden u.a. im Gullholmsbad und Skottarn Hotel- und Ferienhaus-Unterkünfte angeboten. Von Tuvesvik auf Orust geht eine Fähre nach Gullholmen.
www.bastkusten.se

Väderöarna
Die Inseln Väderöarna liegen dort, wo Schweden im Westen endet und bestehen aus einigen hundert Inseln im Meer. U.a. gibt es dort die größte Robbenkolonie der Bohus-Küste. Auf den
Väderöarna herrscht das wärmste und windigste Klima Schwedens mit einer interessanten Kombination von üppigem Grün und Kargheit. Dies macht die Väderöarna zu einem Eldorado für Ornithologen, Sportangler, Taucher und andere Naturliebhaber.

Zu den Väderöarna fährt man u.a. zum Tauchen, zum Angeln, zum Malen, um zu saunieren, Vögel und Robben zu beobachten sowie auf den Klippen zu wandern. Auf den Väderöarna wohnt man in Väderöarnas Pension, mit wundervollem Blick auf das offene Meer. Es gibt ca. 30 Schlafplätze, auf 8 Zimmer verteilt (zw. 2 und 6 Betten je Zimmer). Die Zimmer sind einfach, aber behaglich. Man reinigt die Zimmer selber und macht auch seine Betten, Bettwäsche kann aber ausgeliehen werden. In der Pension werden frische Schalentiere, Fisch und Gemüse der Saison serviert, man hat auch Schankrecht. In dem kleinen Hafen bieten sich ganz geschützte Anker- und Anlegeplätze, für alle, die mit dem eigenen Boot kommen. Ansonsten verkehren Boote von Hamburgsund oder Fjällbacka zu den Väderöarna. Die Fahrzeit liegt, abhängig vom Wetter, bei ca. einer halben Stunde. Die Überfahrt bucht man normalerweise zusammen mit der Übernachtung.
 
Kontakt:
Väderöarnas Pensionat & Konferens
E-mail:  
Tel. Buchung & Info: +46 (0) 525-32001

Hållö

Hållö
Das Naturreservat Hållö ist wild und schön. In den Felsspalten wachsen Veilchen und auf der Insel nisten u.a. Gryllteisten. In den Buchten legen Segelboote für die Nacht an. Auf Hållö kann man zwischen rosa Granitfelsen baden. Den Möglichkeiten, eine eigene Badeklippe zu finden, sind unbegrenzt. Am beliebtesten ist das sog. Marmorbassäng, gegenüber des Fähranlegers. Hier gibt es flache Klippenabsätze mit einem Badesteg hinunter zu dem tiefen, türkisblauen Wasser. Das kristallklare Wasser eignet sich ausgezeichnet zum Schnorcheln und Tauchen. Hållö wartet mit einer interessanten Geschichte auf und ist seit 1842 Standort für einen Leuchtturm. Wohnen kann man in der netten Utpost Hållö, einer Herberge mit Konferenzmöglichkeiten und Sommer-Café.

Der Leuchtturm Hållö war der erste an der Küste zwischen Marstrand und der norwegischen Grenze. 127 Jahre lang wurde der Leuchtturm von Leuchtturmpersonal und deren Familien bewohnt. Seit der Automatisierung des Leuchtturms hat niemand mehr fest auf der Insel gewohnt.
 
Die Herberge Utpost Hållö liegt auf der Südseite des Naturreservates. Die Anlage besteht aus sechs 4-Bett-“Seeschuppen” mit Dusche und Waschbecken. Es gibt eine vollständig ausgestattete Küche und drei WCs. Der Gemeinschaftsraum wird auch als Speisesaal genutzt. Ansonsten besteht das Haus selber aus einer kompletten Küche, drei 2-Bett-Zimmern, Du/WC. Zusammen mit der Herberge wird im Sommer auch ein Café betrieben. Die Fähre nach Hållö geht tagsüber jede halbe Stunde ab dem Steg in Smögen. Die Überfahrt dauert ca. 15 Minuten.  
www.utpost-hallo.nu 

Annelie solbadar på en klippa och läser en bok, båt, naturhamn

Åstol
Die Felsinsel Åstol liegt im südlichen Bohuslän, außerhalb von Tjörn. Das Erste was man von der Insel sieht, sind die Berge und die weißen Häuser, die fast alle in Ost-West-Richtung liegen. Im Hafen befindet sich die bekannte Åstol Rökeri, die u.a. aus einem Restaurant, Perrys Bar, dem Fischladen und der Räucherei, die das Herz des Unternehmens ist, besteht. Hier räuchert man Aale, Makrelen, Heringe, Regenbogenlachse und Krevetten. Bei Åstols Rökeri arrangiert man auch Liederabende mit bekannten schwedischen Sängern, Jazzbands und weiteren Künstlern sowie Gastbesuche von Meisterköchen aus den Sterne-Restaurants in
Göteborg.

Wie auch die meisten anderen Inseln in Bohuslän, wurde Åstol im Zusammenhang mit der Heringsepoche um 1760 bevölkert. Der Unterschied zwischen Åstol und vielen anderen Orten längs der Küste ist, dass Åstol das ganze Jahr über eine lebendige Ortschaft ist, auch wenn der Unterschied zwischen Sommer- und Wintersaison groß ist. Åstol besteht aus kahlen windgepeinigten Bergen aus der vulkanischen Gesteinsart Basalt. Die Wege auf der Insel sind klein und autofrei. Oben vom Wasserturm auf Store Varn hat man einen phantastischen Blick auf die Nordsee. Am Horizont in Richtung Westen zeichnet sich die Pater Noster-Schäre ab und im Süden sieht man die Festung Carlsten auf Marstrand. Es verkehren Fähren von Rönnäng auf Tjörn nach Åstol.

Bohus-Malmön
Die Bohus-Malmön ist eine gut 4 km lange und 2 km breite Felsinsel, die mit einem typischen Fischer- und Steinmetzort aufwartet. Hier kann man den sog. Liebesweg “Draget” nehmen, einen beliebten Spazierweg zwischen Stegen, herrlichen Rosengärten und dem schönen bohusländischen Granit. Die Landschaftsblume Bohusläns, das Gartengeißblatt, blüht zweimal im Jahr und das Heidekraut färbt die Insel während der Blütezeit in Purpurtönen. Genau wie auf den meisten Inseln in Bohuslän, findet man auch hier Sandstrände, Klippen und eine Vielzahl gut angelegter Badeplätze. 

Die Geschichte Bohus-Malmöns hat viel mit Steinbruch zu tun. Der erste Steinabbau begann bereits 1830. Ende des Jahrhunderts kaufte das Steinunternehmen AB Kullgren die ganze Insel. Als die Steinindustrie zurückging, wurde der Tourismus zu einem kleinen, aber wichtigen Ersatz für diese dominante Industrie.

Der Kursgården ist ein Hotel garni, das fast das ganze Jahr über geöffnet ist. Im Sommer gibt es mehrere Restaurants und im Winter kann man nach Vereinbarung im Kursgården essen. Man erreicht die Insel mit der Autofähre von Kungshamn. Fahren Sie Richtung "Kungshamn S" und danach beim Schild Malmön links. Die Fähre geht ca. 2 mal pro Stunde und ist kostenlos.
www.sotenasturism.se

 

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